Mariahilf, cooling park, Klima

Mariahilf bekommt ersten „Cooling Park“ wienweit

Bild: Carla Lo

Im Esterhazypark wird es cool

Am 02. Dezember präsentierten Bezirksvorsteher und stv. Parteivorsitzender der SPÖ Mariahilf Markus Rumelhart und Umwelt-Stadträtin Uli Sima die Pläne für  den ersten cooling park Wiens. Im Esterhazypark entsteht nächstes Jahr ein Kühlungsparadies für alle Hitzegeplagten. Gemeinsam mit den Wiener Stadtgärten und dem Haus des Meeres erschafft der Bezirk eine Grünoase mitten in Mariahilf.

Ulli Sima und Markus Rumelhart bei der Präsentation Bild: Christian Fürthner

Cooling Park – was ist das?

Im vorderen Bereich des Haus des Meeres wird dieser cooling park angesiedelt. Auf dieser 10.600 m2 Fläche entsteht ein Bereich mit einzigartiger Aufenthaltsqualität. Im Zentrum steht ein einzigartiger rund 30 m2 großer „Coolspot“. Das ist ein kreisförmiger, bepflanzter und beschatteter Aufenthaltsort aus drei Ringen mit Nebeldrüsen. Er ist knapp 3,40 m hoch und durch seine intelligente Bauweise kühlt er die Umgebungstemperatur um bis zu 6 Grad ab.

Weiters werden zwei „Klimabäume“ aufgestellt. Das sind fast 3 m hohe Nebelduschen mit einem Durchmesser von bis zu 2,20 m die Umgebung mit feinem Sprühnebel kühlen. Natürlich kommt zur bestehenden Bepflanzung auch neue Bäume, Gräser- und Staudenbeete hinzu. Zum Verweilen laden mehrere schlangenförmige Bänke und Stühle ein.

„Der ´cooling park` soll für seine Besucherinnen und Besucher aber nicht nur ein Ort der Entspannung und Hitzeentlastung sein, sondern auch Wissen und Bewusstsein zum Thema klimawirksame Maßnahmen vermitteln.“, so Markus.

So sieht der Esterhazypark in Zukunft aus Bild: Carla Lo

Klimawirksame Maßnahme

Die Klimakrise ist unübersehbar. Es muss jetzt was passieren. Markus und wir sind froh, dass Mariahilf wieder ein Leuchtturmprojekt hat um mit gutem Bespiel voran zugehen. Durch die Entsiegelung von den dort bestehenden Beton- und Asphaltflächen könne neue Grünflächen entstehen und sorgen somit für ein besseres Kleinklima. Für die Lebensqualität und die Gesundheit der Menschen in der Stadt ist ein ausreichendes Angebot an Grün- und Erholungsräumen besonders wichtig. Die Stadt Wien baut diese seit Jahren schon massiv aus und verfügt über mehr als 990 Parks und unzählige Grünflächen. Auch 2020 sorgt ein mit 2,3 Millionen Euro dotiertes Förderpaket, dass alle Bezirke ihre unterschiedlichsten Kühlungsmaßnahmen co-finanziert bekommen, damit es der Wiener Bevölkerung auch im Sommer gut geht.

Aber nur in Mariahilf gibt es den Esterhazypark mit der höchsten grünen Wand Wiens und dem Wasserlauf mit 45.000 Liter im Umlauf. Die besten Voraussetzungen für einen klimafreundlichen Ort mitten in der Stadt.

Markus weiß aber auch: „Es wird aber noch viele Maßnahmen brauchen, um der Klimakrise und deren Auswirkungen zu begegnen. Die Stadt Wien und seine Bezirke arbeiten mit aller Kraft an diesen. Der cooling park in Mariahilf wird dazu einen wichtigen Beitrag leisten können. Im Now-How Transfer, zwischen Wissenschaft und Stadt – aber auch als Ort der Begegnung und der Information und des bewusst Machens. Das ist mir, auch als neuer Klimabündnispartnerbezirk, besonders wichtig!“

Nachhaltigkeit – Wissen schaffen

Wir sind froh durch ein kompetentes Expertenteam bei der Planung des cooling parks unterstützt zu werden. Markus und sein Team werden eng mit den Wiener Stadtgärten, dem Landschaftsarchitekturbüro Carla Lo, das für die Planung der Parkneugestaltung verantwortlich ist zusammenarbeiten. Das Designteam Breathe Earth Collective und die Green4Cities GmbH ergänzen das Konzept mit der kühlenden Architektur und Technik im Park im Rahmen des Forschungsprojektes „Tröpferlbad 2.0“ (=Coolspot). Das Projekt „Tröpferlbad 2.0“ ist ein Forschungsprojekt im Rahmen des Förderprogramms: „Smart Cities Demo – Living Urban Innovations 2018. Eine Förderaktion des Klima-und Energiefonds“. Es fließt also nicht nur viel Knowhow in die Planung und Errichtung des „Cooling-Parks“, er wird auch zwei Jahre lang als Forschungsprojekt begleitet. Dies beinhaltet sowohl die Evaluation als auch die Anpassung der technischen Maßnahmen und vor allem auch den Wissenstransfer zwischen Forschung und praktischer Umsetzung.

Baubeginn und Eröffnung

Die Bauarbeiten sollen im Frühjahr 2020 beginnen und im Laufe des Sommers abgeschlossen sein. Ein besonderes Auge auf die Bauarbeiten wird nicht nur das 20-köpfige ExpertInnenteam  haben, sondern auch Markus und Julia Lessacher in ihrer Funktion als Bezirksrätin und Vorsitzende der Frauen- und Generationenkommission, die die Parkgestaltung und –betreuung in ihrer Kommission regelmäßig behandelt.

Das Team hinter dem cooling park Bild: Christian Fürthner

Und eines ist sicher: Der cooling park wird ein echt cooler Ort und macht Mariahilf wieder lebens- und liebenwerter.