Appell an die Bundesregierung: „Vergesst nicht auf den Sport!“

Bild: SPÖ Mariahilf

Mariahilfs SPÖ-MandatarInnen befürchten nachhaltige Schäden für die Gesellschaft, für die Gesundheit und die Integration, weil es die Bundesregierung verabsäumt, für den Sport rund um Corona eine zufriedenstellende Lösung zu finden.

Der Sport ist ein wichtiger, nicht wegzudenkender Teil des sozialen Lebens von Kindern und Jugendlichen: „Sport ist heutzutage so sehr im täglichen Leben verankert, wie sehr er uns fehlt, merkt man erst so richtig in Krisenzeiten wie jetzt, in der man ihn kaum ausüben darf“, stellt unser Bezirksparteivorsitzender, Gemeinderat & Landtagsabgeordneter Peko Baxant fest.

Bezirksvorsteher Markus Rumelhart ergänzt: „Gerade für einen innerstädtischen Bezirk wie Mariahilf, ohne große Freiflächen, sind die örtlichen Sportvereine wichtige PartnerInnen. Sie betreuen Kinder und Jugendliche aus dem Bezirk und stehen in enger Kooperation mit unseren Schulen. Corona darf nicht zur Folge haben, dass die engagierte Arbeit der Sportvereine in nachhaltige Mitleidenschaft gezogen wird.“

Denn immer öfter bekommen wir Meldungen von Amateursportvereinen über coronabedingten Mitgliederschwund. Ein solcher bringt Langzeitfolgen mit sich: Nicht nur für das Gesundheitssystem durch die direkten körperlichen Auswirkungen der fehlenden Bewegung, sondern auch durch die soziale Komponente, die verloren geht. Kaum woanders läuft die Antirassismusarbeit leichter als im Sport, Toleranz und Konfliktlösungsfertigkeiten werden geschult, Kinder entwickeln spielerisch Ehrgeiz und knüpfen wertvolle Freundschaften.

„In Mariahilf pflegen wir den proaktiven Austausch mit den ansässigen Vereinen über einen Sportstammtisch. Wir stellen uns auf die Seite der Vereine und erwarten uns dies auch von der Bundesregierung und dem zuständigen Sportminister“, sagt unser Kinder-, Jugend-, Familien- und Sportsprecher, Bezirksrat Bernhard Stoik.

Unsere Gesundheitssprecherin, Bezirksrätin Dr.in Birgit Angel, erklärt: „Sport, Bewegung und qualitätsvolle soziale Interaktionen sind lebenswichtig für unsere Jugend. Kinder sitzen vermehrt vor dem PC, legen Gewicht zu und schädigen z.B. ihre Augen durch die fehlende Nah- und Fernakkomodation, also die fehlenden Reize. Die Unfallgefahr wird erhöht, eine ganze Generation an NichtschwimmerInnen wächst heran und psychische Erkrankungen wie Depressionen nehmen zu.“

„Sport bringt zusammen und verbindet. Gerade in solch herausfordernden Zeiten braucht es die Möglichkeit für Kinder und Jugendliche, die ja noch in sensibler Entwicklung stecken, den Stress gut kompensieren zu können“, merkt auch der Vorsitzende der Jungen Generation Mariahilf an, Bezirksrat Dorian Rammer.

Unsere Kinder sehnen sich nach dem Vereinsleben und dem Beisammensein mit Gleichaltrigen, die Bundesregierung muss alle Wege prüfen und dringend eine Lösung finden, um das Sporteln wieder zu ermöglichen. Die Zukunft muss planbar werden für die Sportvereine, sie dürfen nicht im Stich gelassen werden!